Max-Planck-Forschungsgruppe Extreme Ereignisse

Max-Planck-Forschungsgruppe Extreme Ereignisse

Die Max-Planck-Forschungsgruppe Extreme Ereignisse untersucht die Natur und die Auswirkungen extremer Ereignisse in biologischen, gesellschaftlichen und geologischen Systemen.

Extreme Ereignisse – einschließlich extremer Wetterbedingungen, abrupter sozio-politischer Veränderungen und technologischer Übergänge – können schwerwiegende und nicht-linearen Reaktionen hervorrufen. Die Forschungsgruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, den Charakter und die Auswirkungen von Extremereignissen aus unterschiedlichster Blickwinkeln zu untersuchen, und wendet dabei verschiedene Methoden an. Die intersektionelle Gruppe wird die Forschung an allen drei Jenaer Max-Planck-Instituten (chemische Ökologie, Biogeochemie und Menschheitsgeschichte) einbeziehen.

Zu den Fragen, die in der Gruppe untersucht werden, zählen:

  • Wie werden sowohl kurz- als auch langfristige Auswirkungen extremer Ereignisse in archäologischen, chemischen, biologischen und Erdsystemaufzeichungen erfasst?
  • Welche Eigenschaften machen geo-ökologische, biologische und gesellschaftliche Systeme resistent und resilient gegenüber extremen Ereignissen?
  • Wie wichtig sind extreme Ereignisse für die Menschheitsgeschichte und die Evolution?
  • Wie kann das Wissen über vergangene Extremereignisse dabei helfen, dass sich Menschen besser auf zukünftige Extremereignisse vorbereiten können, die eine geringe Wahrscheinlichkeit mit einer großen Wirkung verbinden?
Gruppenleiter Dr. Huw Groucutt mit einem Steinwerkzeug, das von frühen Menschen im Norden Arabiens vor ungefähr 300000 Jahren gemacht wurde, als eine plötzlicher Klimawandel die Wüste in eine Grasland mit vielen Seen verwandelt hat.

Durch Feldforschungen in Regionen wie Arabien und Afrika wird die Gruppe die Erforschung von Extremereignisse um Zeittiefe und Multidisziplinarität erweitern.

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