Max-Planck-Forschungsgruppe Räuber und giftige Beute

Max-Planck-Forschungsgruppe Räuber und giftige Beute

Wir interessieren uns für die Gestaltung von visuellen und chemischen Signalen, wie visuelle und chemische Signale wahrgenommen und erlernt werden, wie sich Individuen in ihrer Reaktion auf neuartige visuelle und chemische Signale unterscheiden, wie sie über diese Signale lernen und wie die soziale Umgebung das Erkundungs- und Lernverhalten eines Individuums beeinflusst. Wir wenden diese Fragen an, um die Evolution und Funktion von Abwehrmechanismen gegen Raubtiere zu verstehen, einschließlich Maskerade und Aposematismus.

Wie entstehen die Signale und warum variieren sie?

Die große Seidepflanzenwanze Oncopeltus fasciatus.

Aposematische Beutetiere kündigen ihre Giftigkeit mit auffälligen Warnsignalen an. Aposematische Tiere haben oft variable Warnsignale und unterscheiden sich in der Menge und dem Profil spezifischer Abwehrchemikalien. Trotz über 150 Jahren Forschung wird die Evolution und Aufrechterhaltung dieser Variabilität immer noch als paradox beschrieben. Wir untersuchen die Warnsignale, die Zusammensetzung der chemischen Abwehr und die Effektivität dieser Abwehr gegen verschiedene Fressfeinde anhand des Monarchfalters Danaus plexippus und der großen Milchkrautwanze Oncopeltus fasciatus. Diese Forschung kombiniert chemische, verhaltensbiologische und ökologische Erklärungen für die Evolution des Aposematismus.

Genetische Quellen der Target-Site-Insensitivität der Na+K+-ATPase

Als Max-Planck-Gruppenleiter habe ich einen neuen Forschungszweig zur Evolution der Zielstellen-Unempfindlichkeit bei Raubtieren aufgebaut, indem ich die Evolution der Na+K+ATPase-Genfamilie analysiere und Na+K+-ATPase-Mutationen (in vitro) funktionell charakterisiere.

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