
NMR
Die Arbeitsgruppe NMR ist für das NMR-Labor am Institut verantwortlich. Wir betreiben ein Spektrometer, welches die Nutzer in Automation betreiben können, sowie zwei weitere mit höherer Empfindlichkeit, die über Cryoprobenköpfe verfügen. Diese werden in erster Linie für die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen im Institut genutzt. Weiterhin werden unabhängige Projekte bearbeitet, die speziell auf NMR-Spektroskopie zugeschnitten sind. Unsere Hauptarbeit besteht in der Stukturermittlung ökologisch relevanter kleiner Moleküle, der Analyse der Zusammensetzung von Zell- und Gewebeproben, und der Aufklärung von biosynthetisch-metabolischen Transformationen mittels Stabilisotoptechniken (13C-, 15N-, D-Markierungsnanalyse, etc.). Insbesondere liegt unser Fokus auf der Analyse empfindlicher Metabolite mittels HPLC-SPE-MS-NMR-Kopplung. Weiterhin bieten wir den Arbeitsgruppen im Institut Unterstützung bei der Synthese von Referenzstandards mit und ohne Stabilisotopmarkierung- einerseits mittels herkömmlicher Synthesemethoden oder auch durch 13C[CO2]-Inkubationsexperimente in planta.
Derzeitige Hauptprojekte beinhalten die Arbeit an folgenden Substanzklassen:
- Phenylphenalenone: eine Gruppe ungewöhnlicher Phytoalexine und Pigmente, die aus dem Phenylpropanstoffwechsel stammen und in Pflanzen der Familien Haemodoraceae, Musaceae und Pontederiaceae vorkommen.
- Salicinoide: Sekundärmetaboliten aus Populus, Salix und Verwandten. Wir interessieren uns für deren Metabolismus in verschiedenen Herbivoren.
- Nudicauline: Eine Gruppe ungewöhnlicher Indol-Phenylpropan-Alkaloide aus dem Islandmohn (Papaver nudicaule)