Schüler/innen ab der 8. Klasse aufgepasst: Entdeckt, wie spannend Wissenschaft sein kann!

Seid ihr neugierig auf Forschung? Möchtet ihr wissen, was chemische Ökologie ist und was Wissenschaftlerinnen und Wissenchaftler an unserem Institut so alles untersuchen? Dann seid ihr herzlich eingeladen, euch einen Eindruck zu verschaffen.

 

Was ist denn "chemische Ökologie" und was hat Chemie überhaupt mit Ökologie zu tun? Diese Frage stellen sich viele, die zum ersten Mal von unserer Forschungsrichtung hören. Der Begriff "Ökologie", der übrigens auf den Jenaer Evolutionsbiologen Ernst Haeckel (1834-1919) zurückgeht,  beschreibt die Beziehungen und Wechselwirkungen, die Lebewesen miteinander und mit ihrer Umwelt eingehen. Im Ökosystem Wiese gibt es zum Beispiel verschiedene Pflanzen, Insekten und kleine Säugetiere sowie unzählige Kleinstlebenwesen, die vor allem im Boden zu finden sind. Diese Organismen stehen miteinander in Beziehung: Bienen bestäuben Blüten, Schmetterlingsraupen fressen an Blättern, Pilze im Boden helfen den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme, nützliche und schädliche Bakterien besiedeln Tiere und Pflanzen. Chemische Signale spielen bei alle diesen Wechselwirkungen eine entscheidende Rolle: Insekten finden die Blüten, die sie bestäuben, durch deren Duft. Pflanzen bilden chemische Abwehrstoffe, wie Gifte oder Verdauungshemmer, um unliebsame Schädlinge loszuwerden. Pflanzen können  über ober- wie unterirdische Botenstoffe Räuber anlocken, die ihre Schädlinge fressen. Auch das Zusammenleben von Pflanzen mit Bodenpilzen wird über Lockstoffe ermöglicht.

In unseren Forsche-Schüler-Workshops möchten wir euch Einblicke in unsere Forschung geben und auch ein paar der Methoden vorstellen, die unsere Wissenschaftler*innen anwenden, um neue Erkenntnisse auf dem faszinierenden Gebiet der chemischen Ökologie zu gewinnen. Einige haben auch die Möglichkeit, den Forscher*innen Fragen zu stellen, die Antworten zu filmen und dies dann öffenlichkeitswirksam (in sozialen Medien) zu präsentieren.

Wann?

am Donnerstag, den 28. März 2019, von 8:30 bis 14:00 Uhr

Wo?

im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, Beutenberg Campus, Hans-Knöll-Straße 8, 07745 Jena

Kontakt und Anmeldung:

Bitte schickt das ausgefüllte Anmeldeformular an Angela Overmeyer, E-Mail overmeyer [at] ice.mpg.de, Fax 03641 57-1002

Telefonnummer für Rückfragen: 03641 57-2110

Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 20. Von den angebotenen Workshops kann jeweils nur einer besucht werden.

© Sebastian Reuter
© Veit Grabe, MPI-CE


Folgende, parallel stattfindende Workshops werden angeboten:

  • DNA mit der Polymerase-Kettenreaktion vervielfältigen
  • Die molekulare Werkbank: Wie man Proteine zum Leuchten bringt
  • Der Geruch des Todes - Mit welchen Düften sich Pflanzen gegen Fraßfeinde wehren
  • Senfölglycoside: die Scharfmacher im Senf
  • Frag genau und teile schlau! - Mit dem Handy als Science Reporter/in unterwegs
    © Anna Schroll
    © Anna Schroll

     

    Die Workshops im Einzelnen:

      • DNA vervielfältigen und sichtbar machen
        Die Polymerase Kettenreaktion (PCR von engl. polymerase chain reaction) ist ein Verfahren mit dem kurze Stücke des genetischen Materials eines Organismus (die DNA) vervielfältigt werden können. Mit Hilfe dieser Methode können „genetische Fingerabdrücke“ erstellt werden und damit z.B. Vaterschaftstests durchgeführt,  Erbkrankheiten erkannt oder fossile Arten untersucht werden. Im Labor werdet ihr selber eine PCR durchführen und die vervielfältigte DNA sichtbar machen. Am Computer könnt ihr PCR-Produkte untersuchen und vergleichen. (ab 10. Klasse)

      • Die molekulare Werkbank: Wie man Proteine zum Leuchten bringt.
        Proteine (auch Eiweiße genannt) sind Ketten von Aminosäuren, deren Abfolge im Bauplan der DNA festgelegt ist.  Proteine haben verschiedene biologische Funktionen, z.B. Katalyse, Signalisierung,  Transport, Markierung usw. Um die Funktion eines unbekannten Proteins in einem Organismus erforschen zu können ist es notwendig dieses „in vitro“ (im Reagenzglas) künstlich herzustellen. Da Proteine mit dem menschlichen Auge nicht sichtbar sind, müssen spezielle Detektionsverfahren angewendet werden. Eines dieser Verfahren beruht auf Lichtemission von Chemikalien, die man mit den Proteinen verbinden kann. Hier lernt ihr wie genau das funktioniert und wie man die Proteine anschließend auf einem Fotofilm sichtbar macht. (ab Oberstufe)

      • Der Geruch des Todes - Mit welchen Düften sich Pflanzen gegen Fraßfeinde wehren
        Neben dem wohltuenden Geruch vieler Heilkräuter und Gartenblumen, besitzen Pflanzen auch ein breites Spektrum an Düften, die sie zur Abwehr von Insekten verwenden. In diesem Workshop zeigen wir euch, welchen Gefahren Fichte und Mais ausgesetzt sind und mit welchen unterschiedlichen Duftstoffen sie sich verteidigen. Mittels chemischer Extraktion der einzelnen Verbindungen und anschließender analytischer Charakterisierung entschlüsseln wir die individuellen Verteidigungsstrategien beider Arten und können so verstehen, wie sie in ihrem ökologischen Umfeld überleben können. (ab Oberstufe)

      • Senfölglycoside: die Scharfmacher im Senf
        Viele Pflanzen haben für uns Menschen einen typischen Geschmack. Die Pflanzen haben diesen Geschmack im Laufe der Evolution natürlich nicht für uns Menschen entwickelt. Vielmehr sind die Geschmacksstoffe oftmals eigentlich Pflanzenabwehrstoffe. Am Senf schätzen wir zum Beispiel die typische Schärfe, die von Senfölglycosiden erzeugt wird. Wir wollen messen, wie viel von diesen „Scharfmachern“ in Senfsamen enthalten ist. (ohne  Altersbeschränkung)

      • Frag genau und teile schlau! - Mit dem Handy als Science Reporter/in unterwegs
        Neugier auf Forschung und Interesse an der Tätigkeit von Wissenschaftler*innen sind wichtige Voraussetzungen für gute und aussagekräftige Interviews. Wie aber stellt man die richtigen Fragen? Und wie teilen wir unsere neuen Erkenntnisse und Einblicke so mit anderen, dass diese angesteckt werden von unserer Begeisterung für die Forschung. In diesem Workshop lernt ihr ein paar Grundregeln für gute Interviews und Ideen für kleine Videoreportagen kennen. (ohne  Altersbeschränkung)

       

      Im Anschluss an die Workshops findet um 13:30 Uhr im Hörsaal des Abbe-Zentrums (Hans-Knöll-Str. 1) ein Abschlussvortrag statt:

      Prof. Dr. Peter Zipfel, Vorstandsvorsitzender des Beutenberg-Campus Jena e.V.,

      "Schulzeit vorbei - jetzt geht das Leben los!" − Tipps und Ideen, wie es weitergehen kann.

      Hier erfolgt auch die Ausgabe der Teilnahmebestätigungen. Die Veranstaltung endet gegen 14:00 Uhr.

       

      » Download: Flyer 2019

      » Download: Poster 2019

      » Download: Anmeldeformular 2019

      » Download: Freistellungsantrag 2019
       
      Wir würden gerne Fotos von der Veranstaltung machen und bitten daher um euer Einverständnis bzw. das eurer Eltern, diese verwenden zu dürfen.
      » Download: Fotofreigabeerklärung 2019

       

      Eine Veranstaltung des