Franziska Eberl erhält Otto-Hahn-Medal

Die junge Max-Planck-Forscherin untersuchte, wie sich Pappeln gegen zwei Angreifer gleichzeitig verteidigen: gefräßige Raupen und krankheitserregende Pilze.

21. Juni 2021

Auch in diesem Jahr zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft wieder die besten Nachwuchswissenschaftler für herausragende Doktorarbeiten aus. Unter ihnen ist Franziska Eberl vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, die sich in ihrer Doktorarbeit mit den ökologischen Wechselwirkungen in einer Dreierbeziehung zwischen Baum, Schadinsekt und Pilz beschäftigte. Sie fand heraus, dass Pappelblätter, die von einem Rostpilz befallen sind, von bestimmten Raupen besonders gerne gefressen werden. Das bedeutet, dass viele Insekten, die bisher als reine Pflanzenfresser bekannt waren, in Wirklichkeit auch Pilzfresser sind. Außerdem konnte sie die chemischen und genetischen Mechanismen aufdecken, die dem Phänomen zugrunde liegen, dass die Abwehrkräfte der Bäume gegen Raupenfraß geschwächt sind, wenn sie bereits von einem Pilz befallen sind. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Jahrestagung der Max-Planck-Gesellschaft am Dienstag, 22. Juni 2021, digital statt. Die Otto-Hahn-Medaille ist mit einer Anerkennungssumme von 7500 Euro dotiert.


Franziska Eberl mit einer jungen Pappel im Gewächshaus des Instituts.

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