27. Juli 2020
Neues Gewächshaus in der Rosalind-Franklin-Straße in Betrieb genommen
Am Donnerstag, den 23. Juli 2020, konnte im neuen Gewächshaus im Südteil des Beutenberg Campus der Betrieb aufgenommen werden, nachdem die offizielle Übergabe durch das Planungsbüro und die beteiligten Firmen erfolgt war mehr »


1. Juli 2020
Lorena Halty, Maike Fischer und Lira Palmer sind die Gewinnerinnen der Präsentationspreise beim ersten virutellen IMPRS-Symposium
Beim 19. IMPRS Symposium, das aufgrund der Pandemie in diesem Jahr eine Online-Veranstaltung war, wurden Lorena Halty, Abteilung Evolutionäre Neuroethologie ("Performance differences of olfactory receptors"), Maike Fischer, Abteilung Entomologie ("Venom deployment, composition and function in predatory Heteroptera"), und Lira Palmer, Abteilung Naturstoffbiosynthese ("In vivo validation of the Nepeta iridoid biosynthesis pathway"), mit den IMPRS-Präsentationspreisen für die besten Vorträge ausgezeichnet. 

Lorena Halty, Maike Fischer, Lira Palmer (von linke nach rechts). Foto: MPI-CE

Mai 2020
Martin Kaltenpoth wird neuer Direktor am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie
Das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie freut sich über einen neuen Direktor: Martin Kaltenpoth wurde im März von der Max-Planck-Gesellschaft zum Wissenschaftlichen Mitglied berufen. Der Inhaber des Lehrstuhls für Evolutionäre Ökologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz wird seine neue Aufgabe zunächst im Nebenamt ausüben, bevor er im Februar 2021 die neue Abteilung Ökologie und Evolution der Insekten aufbauen wird.
Der Evolutionsbiologe, der am Jenaer MPI bereits eine Max-Planck-Forschungsgruppe geleitet hat, erforscht Insekten-Symbiosen. Symbiosen zwischen Insekten und Mikroorganismen sind in der Natur allgegenwärtig und spielen eine enorm wichtige Rolle für die Ökologie und Evolution ihrer Wirte. Bakterien sind  beispielsweise wichtig  für die Erschließung neuer Lebensräume, die Verwertung der Nahrung und bei der Verteidigung gegen Feinde. Martin Kaltenpoth möchte symbiotische Gemeinschaften von einzelnen Molekülen bis hin zu den Auswirkungen auf die Überlebensfähigkeit der Symbiose-Partner unter Labor- und Feldbedingungen verstehen. Ziel seiner Forschung ist es, die Diversität bakterieller Symbionten in Insekten und ihre Bedeutung für die Ökologie der Wirte zu charakterisieren und dabei ihren evolutionären Ursprung zu nachzuvollziehen. Zudem interessieren ihn die physiologischen und genomischen Konsequenzen der symbiotischen Lebensweise, und er möchte herausfinden, welche molekularen Mechanismen die Spezifität von Symbiosen bestimmen. Für seine Untersuchungen nutzt er eine Kombination aus ökologischen Experimenten, phylogenetischen Analysen und molekularbiologischen, chemisch-analytischen und mikrobiologischen Methoden an einer Reihe verschiedener Modellorganismen  wie z.B. solitären Grabwespen, Feuerwanzen, Fruchtfliegen und verschiedenen Käferarten.
Martin Kaltenpoth war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, seine Forschung wurde unter anderem von der Europäischen Union, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Volkswagen-Stiftung gefördert. Für seine bahnbrechenden Arbeiten über die Schutzsymbiose zwischen dem Europäischen Bienenwolf und Bakterien, die auf den Kokons dieser Wespen antibiotisch wirksame Substanzen produzieren und dadurch den Nachwuchs vor Schimmelpilzen schützen, wurde er 2015 mit dem Thüringer Forschungspreis ausgezeichnet. 2019 erhielt er einen ERC Consolidator Grant für sein Projekt zur Symbionten-unterstützten Biosynthese der Außenhülle von Käfern, die als entscheidende Innovation zu deren evolutionären Erfolg beitragen könnte.


8. April 2020
Franziska Eberl erhält den Wissenschaftspreis des Beutenberg Campus als beste Nachwuchswissenschaftlerin
Der Beutenberg Campus e.V. wird Franziska Eberl aus der Abteilung Biochemie (Projektgruppe „Chemische Ökologie der Verteidigung von Pappel gegen Herbivoren“ unter der Leitung von Sybille Unsicker) mit dem Wissenschaftspreis "Lebenswissenschaft und Physik" für die beste Dissertation in diesem Forschungsfeld auszeichnen.  Die Nachwuchswissenschaftlerin, die ihre Doktorarbeit mit „summa cam laude“ abgeschlossen hat, erforscht die chemische Ökologie in einer Dreierbeziehung zwischen Bäumen, pflanzenfressenden Insekten und pathogenen Pilzen.  Sie untersucht unter anderem, wie sich die Emission flüchtiger chemischer Substanzen verändert, wenn eine Pappel gleichzeitig von Insekten und Pilzerregern befallen wird. Die ausgeklügelte Kombination verschiedener physikalischer Methoden machte diese Forschung möglich und spiegelt den Campusleitgedanken „Life Science meets Physics“ in bester Weise wider.  Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.