Vernissage "FARBE & FORM"

mit Werken von Henriette Ringys-Beckstein und Dr. Kimberly Falk

Ausstellungseröffnung ist am 24. Oktober 2016, um 14:00 Uhr.

Die fünfte Kunstausstellung im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie stellt wieder den Einklang von Kunst und Wissenschaft in den Mittelpunkt.


Henriette Ringys-Beckstein

 

Farbe und Form! Es sind die Impulse für meine Malerei, die nur gelingt, wenn ich jegliche Erwartungen an das entstehende Werk, ob eigene oder fremde, beiseiteschiebe.
Nachdem ich mit 20 Jahren einen Malkasten geschenkt bekam, begann ich meine Lust am Malen bewusst zu entwickeln und habe seitdem immer weiter gearbeitet und gelernt.
Malerei ist für mich Meditation, Hingabe an das Geschehen, das Lassen, den Zufall, den ich aufgreife. Es ist Spiel in aller Ernsthaftigkeit und Freiheit. Es geht dabei um den eigenen Stil, die eigene Identität und Unverwechselbarkeit, aber auch Mannigfaltigkeit, es geht um mich.

Ein kurzer Abriss meiner Biografie:

  • Im Januar 1960 in Kempten / Allgäu geboren, verheiratet, zwei Kinder (Sohn 32 und Tochter 29 Jahre alt)
  • Aus beruflichen Gründen 1978 nach Erlangen umgezogen, bis 1996 dort, und dazwischen ein Jahr (1989) in New York gelebt (und gemalt)
  • Seit 1996 in Jena (seit 1998 in Wogau)
  • Erste Kurse  im Aquarellieren 1985 im „ Offenen Atelier“ bei dem Erlanger Künstler „Pinsel“, weitere Aquarellkurse bei Renate Götzmann und  dem Galeristen Eugen Barthelmeß
  • Portraitzeichnen und Radierung bei dem Kunstmaler Manfred Hönig, Kurse im Zeichnen mit  Bleistift und Tusche u.a. bei Klemens Wuttke und Gudrun Gräbner in Erlangen
  • In Jena an der Musik- und Kunstschule eineinhalb Jahre Unterricht in Malerei bei Frau Walter  und Kurse an der VHS u.a. bei Rita Müller
  • 1991 und 1993 an einer Hobbykünstler-Ausstellung in Uttenreuth bei Erlangen teilgenommen, weitere Ausstellungen bei einem Optiker und in einer Arztpraxis in Erlangen
  • April bis Juni 2000 Ausstellung in der Museumswerkstatt „Zinsspeicher“ in Thalbürgel
  • 2004-2016 Ausstellungen in einer Arztpraxis in Bürgel
  • 2007 Ausstellung in der Dorfkirche Jenaprießnitz

 

Dr. Kimberly Falk


Ich bin nicht von Anfang an Künstlerin oder Designerin gewesen. 1997 habe ich an der Universität von Idaho im Fach Biochemie promoviert und zog dann mit Jonathan (Gershenzon) nach Jena, wo ich bis 2010 als Wissenschaftlerin arbeitete. Dann entschied ich mich allerdings, meine Stelle am Institut aufzugeben. Es war keine einfache Entscheidung, aber ich wollte meine Zeit flexibler für die Familie nutzen können und ich wollte etwas Kreativeres tun, das dennoch viel mit Wissenschaft zu tun hat. Zunächst bracht ich mir Blender bei, eine Software für 3D-Modellierung und Animation, und startete mein eigenes kleines Unternehmen, „Moves like Nature“, wo ich Animationen und Illustrationen für naturwissenschaftliche Themen erstelle. Soweit ich weiß, bin ich das einzige Unternehmen für Computeranimationen, das sich auf die Darstellung realistischer Pflanzen und Insekten sowie Insektenbewegung spezialisiert hat. Mein Interesse am 3D-Druck wuchs aus meiner Arbeit mit 3D-Modellierung, und so verbrachte ich viel Zeit mit der Frage, ob ich lernen möchte, wie man 3D-Drucke erstellt und was ich damit gestalten könnte. Woher auch immer die Inspiration kam, jedenfalls hatte ich die Idee, Zeichnungen von Ernst Haeckel als dreidimensionale Objekte mit 3D-Druck zu kreieren. Vor zwei Jahren kaufte ich mit sein Buch “Kunstformen der Natur“. Alle meine frühen Entwürfe sind daher von Haeckels Zeichnungen inspiriert. Inzwischen habe ich einzelne Werke zu Modellorganismen gestaltet, mit denen viele Naturwissenschaftler arbeiten. Außerdem sind die Orchideen aus dem Leutratal sowie die Zeichnungen auf der ARURA, der größten Porzellanvase der Welt, die auf der Leuchtenburg ausgestellt ist, meine Modelle. Man könnte sagen, dass meine Inspirationen aus der Wissenschaft, aus der Natur und aus Jena kommen. Natürlich bekomme ich auch Anregungen von Wissenschaftlern, die meine Werke verfolgen und mir Vorschläge für neue Designs machen. Ich habe unendlich viele Ideen für Dinge, die ich für einen 3D-Druck gestalten könnte, aber ich kann sie ja nicht nur für mein eigenes Vergnügen machen. Ich muss sie auch verkaufen können. Aus diesem Grund kenne ich mich inzwischen sehr gut mit sozialen Medien aus, denn die meisten (fast alle) meine Kunden sind Wissenschaftler und müssen mich im Internet finden können. Was meine Arbeitsmethode betrifft, so forme ich jedes Stück digital und schicke die Dateien dann zu einem 3D-Druckerservice. Dort werden die Werke aus Metall in Wachs und Gips gedruckt und in Silber, Bronze oder Messing gegossen. Die Werke aus Kunststoff werden mithilfe einer Methode namens „Selektives Laser-Sindern“ (SLS) hergestellt.

http://www.ontogenie.de
http://www.moveslikenature.com

Wir danken beiden Künstlern schon jetzt für die Bereitstellung ihrer Werke.

 

Die Ausstellung FARBE & FORM wird am 24. Oktober 2016 um 14 Uhr im Foyer des Max-Planck-Institutes für chemische Ökologie eröffnet.

Ort der Ausstellung:
Foyer des
Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie
Hans-Knöll-Straße 8
07745 Jena

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist vom 24.10.2016 bis 22.12.2016 montags bis freitags zwischen 9:00 und 16:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Der Eintritt ist frei.