Schüler/innen ab der 8. Klasse aufgepasst: Entdeckt, wie spannend Wissenschaft sein kann!

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie laden euch ein, mit ihnen im Labor Experimente zu verschiedenen Fragestellungen aus dem Bereich der chemische Ökologie durchzuführen.

 

Wann?

am Donnerstag, den 23. April 2015, von 9:00 bis 14:00 Uhr

Wo?

im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, Beutenberg Campus, Hans-Knöll-Straße 8, 07745 Jena

Kontakt und Anmeldung:

Bitte schickt das ausgefüllte Anmeldeformular an Angela Overmeyer, E-Mail overmeyer [at] ice.mpg.de, Fax 03641 57-1002

Telefonnummer für Rückfragen: 03641 57-2110

Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 40. Von den angebotenen Workshops kann jeweils nur einer besucht werden.

Massenspektrum zeigt die einzelnen Bestandteile von Düften.


Folgende, parallel stattfindende Workshops werden angeboten:

  • pH-Wert-Messungen mit Pflanzenfarbstoffen
  • Drosophila − der Modellorganismus der Genetik (ab 10. Klasse)
  • Wie macht man Symbiose-Bakterien sichtbar?
  • Giftmischer auf sechs Beinen: die chemischen Tricks der Blattkäfer
  • DNA-Extraktion aus Früchten(ab 10. Klasse)
  • Welche Rolle spielen Proteine im pflanzlichen Organismus?
  • Vergleich von natürlichen und käuflichen Düften mit Gaschromatografie und Massenspektrometrie (ab 10. Klasse)
  • Senfölglycoside: die Scharfmacher im Senf
  • Welche Rolle spielen Enzyme bei der Resistenz von Insekten gegenüber Giften? (ab 11. Klasse)

    Die Workshops im Einzelnen:

    • Bist du sauer? pH-Wert-Untersuchungen mit Hilfe eines selbst gewonnenen pflanzlichen Farbstoffes
      Aus der Wurzelkultur des Blutwurzes  wird ein Farbstoff extrahiert, der sich als pH-Wert-Indikator eignet. Danach stehen unbekannte Lösungen zur pH-Untersuchung und Bewertung bereit. Die Überwachung einer Neutralisationsreaktion bildet den Abschluss.
    • Drosophila − Modellorganismus der Genetik: Seit mehr als 100 Jahren dient die Taufliege Drosophila melanogaster als Versuchstier in der genetischen und entwicklungsbiologischen Forschung. Auch in unserem Institut wird mit den kleinen Fliegen gearbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Erforschung des olfaktorischen Systems, also des Riechvermögens. In diesem Workshop werden wir mehr über die Forschung an Drosophila erfahren und auch Methoden der genetischen Forschung, wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR), kennenlernen. (ab 10. Klasse)
    • Biokatalysatoren" - Die Rolle von Enzymen bei der Insektizidresistenz von Insekten: Habt ihr schon einmal an einer Sterilbank Zellen gesplittet und ausgesät? Wie kann man erkennen, ob in einer Zelle ein Enzym vorhanden ist oder nicht? Was passiert mit einer zugesetzten Substanz, wenn das Enzym aktiv ist? Und wozu sind diese Enzyme eigentlich da? Im Experiment könnt ihr Antworten auf diese Fragen finden. (ab. 11. Klasse)

    • Molekulare Maschinen im Pflanzengewebe − Welche Rolle spielen Proteine im pflanzlichen Organismus? Proteine haben in tierischen, aber auch pflanzlichen Organismen verschiedenste Aufgaben. Als Strukturproteine sind sie Bausteine des Zellgerüsts. Andere Proteine spielen als Enzyme eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel, steuern als Transportproteine die Weiterleitung von lebenswichtigen Substanzen oder verteidigen als Toxine gegen Feinde und Erreger. Auch Hormone interagieren mit Proteinen: So werden wichtige Vorgänge im Körper reguliert, insbesondere Wachstum und Entwicklung. Mit Hilfe der sogenannten Gel-Elektrophorese analysieren wir Proteine aus den Gewebeproben verschiedener Pflanzen.

    • Was macht eigentlich den Senf so scharf? Viele Pflanzen haben für uns Menschen einen typischen Geschmack. Die Pflanzen haben diesen Geschmack in der Evolution natürlich nicht für uns Menschen entwickelt, sondern häufig sind die Geschmacksstoffe eigentlich Pflanzenabwehrstoffe. Am Senf zum Beispiel schätzen wir die typische Schärfe, die von Senfölglycosiden erzeugt wird. Wir wollen messen, wie viel von diesem „Scharfmacher“ in Senfsamen enthalten ist.

    • DNA-Extraktion aus Früchten: Täglich essen wir Obst und  Gemüse, es kommen also jeden Tag Gene auf unseren Tisch. In diesem Versuch könnt ihr den Träger der Erbinformationen (DNA) aus Tomaten mit herkömmlichem Spülmittel und Kochsalz sichtbar machen. (ab 10. Klasse)

    • Natur vs. Douglas & Co. - Vergleich von natürlichen und käuflichen Düften per GC/MS: Wir bestimmen die Duftzusammensetzung von pflanzlichen Naturstoffen und Drogerieprodukten mit Hilfe von Gaschromatographie und Massenspektrometrie. Dafür kann auch ein eigenes Parfüm mitgebracht werden! (ab 10. Klasse)
    • „Wir sind klein und überall! Komm und finde uns!“ Wie man symbiontische Bakterien sichtbar macht. Wusstet Ihr, dass wir Menschen (und die meisten Tiere) viel mehr Bakterienzellen als eigene Zellen in unserem Körper tragen? Wozu aber sind diese Bakterien gut? Warum machen manche dieser winzigen Lebewesen krank, während andere für uns überlebenswichtig sind? Am Beispiel von Insekten nehmen wir symbiotische Beziehungen mit Bakterien genauer unter die Lupe. Mit Hilfe von molekularen und mikroskopischen Methoden versuchen wir die verschiedenen Bakteriengemeinschaften zu identifizieren.
    • Giftmischer auf sechs Beinen: von den chemischen Tricks der Blattkäfer im Kampf gegen Räuber und Konkurrenten.  Blattkäferlarven sind lebende kleine Chemiefabriken. Um sich gegen ihre Feinde zu wehren, stülpen sie ein giftiges Sekret aus ihren Wehrdrüsen aus, das sie aus den chemischen Vorstufen ihrer pflanzlichen Nahrung gebildet haben. In diesem Workshop wollen wir Käfersekrete ernten, Drüsen mikroskopieren und die Abwehrsubstanzen mittels Gaschromatographie analysieren.

    Im Anschluss an die Workshops findet um 13:00 Uhr im Hörsaal des Abbe-Zentrums (Hans-Knöll-Str. 1) ein Abschlussvortrag statt:

    Dr. Jan-W. Kellmann, MPI für chemische Ökologie

    "Schulzeit vorbei - jetzt geht das Leben los!" − Tipps und Ideen, wie es weitergehen kann.

    Hier erfolgt auch die Ausgabe der Teilnahmebestätigungen. Die Veranstaltung endet gegen 14:00 Uhr.

     


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