Diplom-/Masterarbeit zu vergeben

Hintergrund: Die Biosynthese von Verteidigungsmetaboliten mit negativen Auswirkungen auf Fraßfeinde ist in der Pflanzenwelt ein weitverbreitetes Phänomen und die verschiedenen Facetten dieser sogenannten chemischen Verteidigung sind ein Forschungsschwerpunkt der chemischen Ökologie. Unsere Arbeitsgruppe untersucht die chemische Verteidigung der Schwarzpappel unter Labor- und Freilandbedingungen und beschäftigt sich insbesondere mit den Duftstoffen (z.B. Terpenoide) und phenolischen Verbindungen (z.B. Salicinoide), die diese Baumart zur Abwehr von Herbivoren produziert.

Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob sich die Raupen des Schwammspinners auf Pappeln schlechter entwickeln, wenn diese zuvor bereits von der gleichen Insektenart befallen wurden. Die Ergebnisse sollen mit der Blattchemie der Pappeln in Zusammenhang gebracht werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den phenolischen Verbindungen.

Methoden: Die Raupenentwicklung soll im Labor anhand gängiger Parameter (Gewichtszuwachs, Entwicklungsdauer, Puppengewicht) erfasst werden. Für die chemischen Analysen der Pappelblätter stehen ein gut ausgestattetes Labor (u.a. HPLC und verschiedene LC/MS Systeme) und etablierte Methoden zur Verfügung.

Voraussetzungen
: Die Ausschreibung richtet sich an Studenten der Biologie oder Chemie mit Interesse am jeweils anderen Fachgebiet. Wissenschaftliche Neugier und die Fähigkeit selbstständig zu arbeiten werden vorausgesetzt. Grundkenntnisse in Englisch und EDV sind empfehlenswert.


Bei Interesse bitte melden bei:

Dr. Sybille Unsicker
Abteilung Biochemie / Projektgruppe "Chemische Ökologie der Verteidigung von Pappel gegen Herbivoren"
Max Planck Institut für chemische Ökologie
Hans-Knöll-Str. 8
07745 Jena
Tel. 03641 57-1328,

email: sunsicker [at] ice.mpg.de