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Max-Planck-Institut für chemische Ökologie
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hans-Knöll-Straße 8
D-07745 Jena

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an unsere Pressebeauftragte, Frau Angela Overmeyer.


Aktuelle Bilder und Filme zum Download


Eine Raupe der Mottenart Heliothis subflexa, die sich auf Physalis-Pflanzen spezialisiert hat, erklimmt den laternenförmigen Blütenkelch einer Physalis Frucht, auch Blasenkirsche genannt. Im Innern der Blüte befindet sich die Frucht. Ist die Raupe erst innerhalb des „Lampions“, ist sie hervorragend vor Feinden geschützt. Foto: Andrea Barthel, MPI chem. Ökol.
Heliothis subflexa hat sich im Laufe der Evolution erfolgreich gegen die Abwehrchemie von Physalis angepasst. Die in der Frucht enthaltenen Withanolide antibakteriell und kurbeln das Immunsystem der Raupe an. Foto: Andrea Barthel, MPI chem. Ökol.
Die in Physalis-Früchten enthaltenen Withanolide zeigen eine potenzielle Wirkung gegen Krebszellen sowie gegen Entzündungen. Daher haben die Pflanzen in Indien und Nahost eine lange Tradition als Heilkräuter. Foto: Andrea Barthel
Andrea Barthel und Hanna Heidel-Fischer haben herausgefunden, dass Raupen der Art Heliothis subflexa Withanolide in Physalis-Pflanzen, die eigentlich Insekten abwehren, zum eigenen Vorteil wenden. Die Raupen nutzen die Substanzen, um ihr Immunsystem zu stärken. Foto: MPI chem. Ökol.

Völlig kahl gefressener Kojotentabak (Nicotiana attenuata). Da die Pflanze genetisch so verändert worden war, dass sie kaum Jasmonate und somit auch kein Nicotin mehr bilden konnte, hatten auch Säugetiere Gefallen an ihr gefunden. Auffällig war insbesondere der Schaden an den Stängeln, die von den Tieren regelrecht geschält wurden. Copyright: Ricardo Machado, MPI chem. Ökol.
Auch das wilde Berg-Baumwollschwanz- kaninchen (Sylvilagus nuttallii) hinterließ im Versuchsfeld Schäden an jasmonatarmen Tabakpflanzen. Copyright: Danny Kessler, MPI chem. Ökol.
Fütterungsversuch mit Trockenpellets: In den drei Futternäpfen wurden den Baumwollschwanzkaninchen jeweils 200g Pellets aus Wildtyp-Tabakpflanzen, gentechnisch veränderten, also jasmonatarmen Tabakpflanzen sowie aus Alfalfa (Kontrolle) zur Verfügung gestellt. Foto: Mark McClure, Washington State University
Eine Taschenratte (Geomiydae) zieht den Stängel einer Tabakpflanze in ihr Nest. In der Natur sind die Pflanzen durch das Nervengift Nicotin gegen pflanzenfressende Säugetiere bestens geschützt. Fehlen ihnen die Steuerungshormone für die Nicotinproduktion, sind sie auf einmal auf der Speisekarte vieler Säuger zu finden, wie Experimente mit genetisch veränderten Pflanzen zeigten. Copyright: Arne Weinhold, MPI chem. Ökol.

Bilder zur Pressemeldung Faszination für Pflanzenabwehrstoffe

Sandra Irmisch beim Sammeln von Pappeldüften: Dafür werden einzelne Äste in Plastiktüten gehüllt und die flüchtigen chemischen Verbindungen werden abgesaugt. Copyright: Tobias Köllner, MPI chem. Ökol.
Sandra Irmisch mit ihren Untersuchungsobjekten im Gewächshaus: Die junge Wissenschaftlerin untersuchte am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, wie sich Pappeln mit flüchtigen chemischen Verbindungen gegen Schädlinge verteidigen. Copyright: Tobias Köllner, MPI chem. Ökol.

Die Grüne Vietnam-Stabschrecke Ramulus artemis auf einer Zimmerpflanze im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena. Das Insekt gehört zu einer von sechs Arten von Stabschrecken, in deren Genom die Forscher bakterielle Pektinase-Gene fanden. Copyright: Matan Shelomi, MPI chem. Ökol.

Bilder und Filme zur Pressemeldung Tabakschwärmer prüfen Blüten mit zweiter Nase

Ein Tabakschwärmer besucht Blüten des Kojotentabaks Nicotiana attenuata an dessen natürlichen Standort in der Great Basin Desert in Utah, USA. Die nachtaktiven Motten werden vom Duft der Blüten angelockt, besuchen allerdings auch nicht-duftende Blüten. Copyright: Danny Kessler, MPI Chem. Ökol.
Verhaltensexperiment mit einem Tabakschwärmer: Der Falter führt seinen Rüssel in die Hülle einer Tabakblüte ein, die auf eine Y-förmige Röhre aufgesteckt ist. Der obere Ast der Röhre ist vom natürlichen Duft der Tabakblüte erfüllt, der untere ist geruchsfrei. Der Saugrüssel verweilt daraufhin länger im unteren dufterfüllten Ast. Copyright: Alexander Haverkamp, MPI Chem. Ökol.

Ein Verhaltensexperiment, ein so genanntes Choice Assay, ergab, dass Tabakschwärmer mit ihrem Saugrüssel wesentlich länger in dem Bereich einer Y-förmigen Röhre bleiben, in den Benzylazeton, ein typischer Blütenduft, eingeleitet wurde.

Video: Alexander Haverkamp, Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

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Die Forscher filmten die Besuche von Tabakschwärmern in einem Zelt-Experiment mit Pflanzen des Kojotentabaks Nicotiana attenuata. Dabei verwendeten sie auch Pflanzen, die keinen Blütenduft mehr produzieren konnten, weil das Biosynthese-Gen NaChal1 (CHAL) stillgelegt worden war. Obwohl die Motte solche Blüten ohne Duft besucht, dringt ihr Saugrüssel nicht in die Blütenkelche ein, wo sich Nektar und Pollen befinden.

Video: Danny Kessler, Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

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Alexander Haverkamp mit einem Tabakschwärmer (Manduca sexta). Foto: Anna Schroll
Ein Tabkschwärmer (Manduca sexta) saugt Nektar aus der Blüte des Tabaks Nicotiana alata. Die Länge des Blütenkelchs passt perfekt zur Saugrüssellänge der Motte. Foto: Anna Schroll
Ein Tabkschwärmer (Manduca sexta) saugt Nektar aus der Blüte des Tabaks Nicotiana alata. Die Länge des Blütenkelchs passt perfekt zur Saugrüssellänge der Motte. Foto: Anna Schroll
Alexander Haverkamp setzt einen Tabakschwärmer in den Windtunnel. Dort wird getestet, wie er auf den Duft verschiedener Blüten reagiert. Foto: Anna Schroll

Verhaltensexperiment mit Manduca sexta im Windtunnel: Das Video zeigt in Zeitlupe einen Tabakschwärmer beim Anflug einer Tabakblüte. Die Motte reagiert am schnellsten auf den Duft des Flügeltabaks Nicotiana alata, dessen Blütenkelch in der Länge am besten zur Länge ihres Saugrüssels passt. So kommt sie ohne Mühe an den Nektar und kann den Energieverlust, der durch den kräftezehrenden Flug entsteht, durch die Nektaraufnahme mehr als ausgleichen.

Video: Alexander Haverkamp, Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

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Bill S. Hansson mit der Ellis Island Ehrenmedaille 2016. Foto: National Ethnic Coalition of Organizations (NECO)
Bill S. Hansson. Foto: Anna Schroll
Die Ellis Island Medal of Honor. Foto: National Ethnic Coalition of Organizations (NECO)

Eine junge Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) hängt an der Blattunterseite einer Zimmerpflanze im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena. Copyright: Matan Shelomi, MPI chem. Ökol.

Bilder und Animation zur Pressemeldung Der Duft der Steine

Prof. Dr. Georg Pohnert. Copyright: Anne Günther/FSU
Georg Pohnert überprüft Algenkulturen, die in einem speziellen Container gehalten werden. Copyright: Jan-Peter Kasper/FSU

Das Video zeigt, was passiert, wenn man den Algen ein Körnchen Silikat-Mineral vorsetzt: Die winzigen Einzeller, die in einem Biofilm auf einer festen Unterlage wachsen, bewegen sich im Zickzack-Kurs auf die Silikatquelle in der Bildmitte zu und „fressen“ sie förmlich auf. Rund zwei Mikrometer pro Sekunde legen die Algen dabei zurück, wie hier im Zeitraffer dargestellt.

Video: Karen Grace Bondoc, Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

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Bilder und Animation zur Pressemeldung Löwenzahn schützt sich mit Latex vor Maikäfer-Larven

Eine Maikäferlarve (Melolontha melolontha) frisst an der Wurzel eines Löwenzahns, ihrer Lieblingsspeise. Copyright: Meret Huber, MPI chem. Ökol., PLOS Biology
Die Larve des Maikäfers wird als Engerling bezeichnet. Der Maikäfer verbringt mindestens drei Jahre im Larvenstadium unter der Erde, wo er sich von Pflanzenwurzeln ernährt. Copyright: Marc Beringer, Institut für Pflanzenwissenschaften, Universität Bern, Schweiz
Meret Huber erforscht die Verteidigung des Löwenzahns gegen Wurzelschädlinge. Foto: Anna Schroll
Löwenzahnpflanzen (links) wehren sich mit Latex aus ihren Wurzeln (rechts) gegen gefräßige Engerlinge. Grafik für filmische Animation (siehe unten): Moves Like Nature, Kimberly Falk

Warum Löwenzahnlatex so bitter ist: Die Animation zeigt, was passiert, wenn die Wurzeln einer Löwenzahnpflanze von einem Engerling attackiert werden.

Seine Wurzeln sind dem Löwenzahn besonders wichtig und schützenswert. Selbst wenn Blätter und Blütenstängel vollständig abgeschnitten werden, kann die Pflanze überleben, weil viele Nährstoffe in den Wurzeln gespeichert werden und die Pflanze neue Blätter und Blüten aus den Wurzeln bilden kann.

Der Löwenzahn verteidigt sich mit bitterem Latex, einem milchigen Saft, gegen Wurzelschädlinge, wie z.B. den Engerling des Maikäfers Melolontha melolontha. Ein einziger Wirkstoff im Löwenzahnlatex schützt die Pflanze: das Sesquiterpenlacton Taraxinsäure-Beta-D-Glycopyranosyl-Ester (TA-G). Ist im Latex der Pflanzenwurzel besonders viel dieser chemischen Substanz enthalten, hört der Engerling auf zu fressen.

Produktion: Moves Like Nature, Kimberly Falk, Jena

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