Ausstellung: Insekten im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

Pflanzen und Insekten: Alle wollen leben und bestehen. Aber wie? Und wo? Wir stellen einige unserer Forschungsobjekte aus: Käfer, Wanzen, Fliegen, Läuse, Falter und Gespenstschrecken. Wir berichten über ihre Lebensweise und ihren Beitrag zur Forschung.

Die chemische Ökologie erforscht die Rolle chemischer Substanzen in den Wechselbeziehungen von Organismen. Hieraus ergeben sich Erkenntnisse zur Bildung von Ökosystemen und zur Anpassung und Evolution der verschiedenen Lebensformen auf unserer Erde. Auch die Entwicklung neuartiger Methoden der Schädlingsbekämpfung ist denkbar. Das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie widmet sich in seinen Laboren, Zuchtkammern und Gewächshäusern besonders der Erforschung des Zusammenlebens von Pflanzen und Insekten. Dieses kann sich, je nachdem um welche Pflanze und um welches Insekt es sich handelt, sehr unterschiedlich gestalten. Pflanzenfressende Insekten vernichten weltweit riesige Mengen an Nahrung und Rohstoffen, die angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung bei gleichbleibenden oder gar abnehmenden Ackerflächen umso mehr benötigt würden. Andere Insektenarten wiederum sind nützlich und halten Schädlinge, die unsere Felder und Forsten jedes Jahr aufs Neue bedrohen, erfolgreich von unseren Äckern fern.

Wir widmen im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften unseren lebendigen Versuchsobjekten eine eigene Ausstellung und zeigen viele verschiedene Arten, an denen wir forschen. Einige von ihnen kommen gar nicht in Europa vor, sondern in anderen Breiten unseres Planeten. Jede insektenart wird live und je nach Entwicklungsstadium als Larve (Käfer-, Wanzenlarve, Nymphe, Raupe, Made) bzw. als erwachsenes Tier (Käfer, Wanze, Blattlaus, Falter, Fliege) zusammen mit ihren Wirtspflanzen vorgestellt. Kleine Steckbriefe werden die wichtigsten Angaben über die Biologie, Verbreitung und weitere Besonderheiten zusammenfassen.

Gezeigt werden unter anderem:

  • Große braune Rüsselkäfer (Hylobius abietis)
  • Fichtenborkenkäfer (Ipy typographus)
  • Meerrettich-Blattkäfer (Phaedon cochleariae)
  • Kohl-Erdflöhe (Phyllotreta striolata)
  • Raps-Erdflöhe (Psylliodes chrysocephala)
  • Erbsenblattläuse (Acyrthosiphon pisum)
  • Grüne Pfirsichblattläuse (Myzus persicae)
  • Seidenspinner (Bombyx mori)
  • Baumwolleulen (Spodoptera littoralis)    
  • Tabakschwärmer (Manduca sexta)
  • Tabakeulen (Heliothis spp.)
  • Schwammspinner (Lymantria dispar)
  • Essigfliegen (Drosophila spp.)


Veranstaltungsort: Foyer des Instituts
Zeit: 18:00-24:00 Uhr