Forschungsthemen der Abteilung Entomologie

Das Hauptaugenmerk der Abteilung Entomologie liegt in der Untersuchung von Insektensystemen, bei denen kürzlich (in evolutionären Zeiträumen gemessen) ein phänotypischer Wandel bzw. eine Abweichung aufgetreten ist. Die Forschung beginnt mit der Ermittlung der Art dieser Unterschiede, gefolgt von einer genetischen Analyse, wobei unterschiedliche Phänotypen innerhalb oder zwischen Populationen gekreuzt werden. Wenn spezifische Gene identifiziert sind, werden deren Expressionsmuster sowie Proteine charakterisiert, um die Effekte der Allelvarianten auf die Phänotypen zu verifizieren. Basierend hierauf werden Voraussagen darüber getroffen, wie sich die Allelfrequenzen unter natürlicher Selektion verändern sollten, was wir durch Messungen der genetischen Variation und Selektion in natürlichen (Feld-) Populationen überprüfen. Eine erfolgreiche Anwendung dieser Strategie erfordert wissenschaftliche Werkzeuge, die bis vor kurzem nur für wenige Modellsysteme wie Caenorhabditis, Drosophila oder Arabidopsis zur Verfügung standen. Ein primäres Ziel der Forschungsarbeit der Abteilung ist somit die Entwicklung und wissenschaftliche Etablierung eines neuen Modellsystems mit dem Generalisten Helicoverpa armigera, einem pflanzenfressenden Schmetterling.

Die Abteilung Entomologie besteht aus drei Arbeitsgruppen, von denen sich jede auf eine andere technische Herangehensweise sowie einen bestimmten Aspekt der Anpassung der Insekten an chemische Stimuli konzentriert:

Anpassung an die Wirtspflanze (Dr Heiko Vogel und seine Forschungsgruppe)

Molekularbiologie des Verdauungssystems bei Insekten (Dr. Yannick Pauchet und seine Forschungsgruppe)

Chemische Kommunikation (Dr. Astrid T. Groot und ihre Forschungsgruppe)