Lignanbildung in Leinsamen

Samen von Linum usitatissum (Lein) gehören zu den wichtigsten pflanzlichen Lignanquellen. Lignane, eine Klasse von Naturstoffen, die sich von Phenylpropanen ableiten, sind potentiell anwendbar für therapeutische, neutrazeutische und kosmetische Zwecke. Allerdings sind sie, im technischen Maßstab, für eine chemische Synthese nicht zugänglich. Deshalb sind der landwirtschaftliche Anbau von Lein und perspektivisch auch die biotechnologische Lignanproduktion von besonderem Interesse.  
Die Lignanbildung in Leinsamen und die Optimierung der landwirtschaftlichen Lignanproduktion wird im Rahmen einer Kooperation zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und industriellen Partnern in Thüringen (Deutschland) und der Picardie (Frankreich) untersucht  (http://flax.ice.mpg.de).  

Unsere Gruppe widmet sich der zellspezifischen Lokalisierung und zeitlichen Auflösung der Lignanbildung in den Schalen der Leinsamen mit Hilfe von Laser-Mikrodissektion und NMR-Spektroskopie.